Lüftung

Die kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für die Minimierung der Lüftungsverluste (Wärmeverluste durch Lüftung). Quasi nebenher wird die Raumluftqualität erheblich verbessert, verbrauchte Luft, Gerüche, Schadstoffe (Wohngifte) usw. stetig abgeführt. Wegen der geringen Heizlast eines Passivhauses, ca. 10W/m², kann die die Wärmeversorgung des Passivhauses ebenfalls von der Lüftungsanlage übernommen werden. Hierzu wird ein zusätzlicher Wärmetauscher eingebaut, der die Temperatur der Zuluft noch mal um einige Grad anhebt.

Problematisch ist die durch die Lüftung bedingte, geringe, relative Luftfeuchtigkeit von ca. 45% (in Extremfällen unter 35%) , normal und bezüglich Behaglichkeit optimal sind etwa 50-60% rel. Luftfeuchte. Durch Reduzierung der Luftwechselrate kann die relative Luftfeuchtigkeit, auf Kosten der Raumluftqualität, angehoben werden. Um eine gute Luftqualität bei angenehmer Luftfeuchte zu erreichen gibt es Geräte zur Feuchterückgewinnung die in die Lüftungsanlage integriert werden. Weit kostengünstigerer ist es jedoch, die Luftwechselrate zu reduzieren[1]. Auch bei reduzierter Luftwechselrate liegt die Lüftqualität noch über der, konventionell, also durch Fenster, belüfteter Räume.

Wesentlich, für die effiziente Funktion der Lüftungsanlage ist eine sehr luftdichte Gebäudehülle. Die Luftdichtigkeit von n50 ≤ 0,60/h ist daher ein wichtiges Passivhauskriterium.



Innentemperatur

Die wesentliche und besondere Eigenschaft eines Passivhauses ist die konstante Innentemperatur. Das gilt sowohl über das Jahr gesehen als auch über einen Tag sowie für einzelne Räume. Die Innentemperatur ändert sich nur sehr langsam - bei ausgeschalteter Heizung verliert ein Passivhaus weniger als 0,5 °C am Tag (im Winter, wenn keine Sonne scheint). Das Haus fühlt sich niemals kalt an, alle Wände und Böden haben dieselbe Temperatur, dies gilt ebenfalls für den Keller, wenn er innerhalb der thermischen Hülle liegt. Es gibt keine "kalten" Außenwände oder Fußböden, Schimmelbildung ist niemals ein Problem. Im Sommer sorgen die Wärmedämmung und (wenn vorhanden) der Erdwärmeübertrager dafür, dass das Gebäude relativ kühl bleibt.



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Letzte Aktualisierung am 25.12.2008